Am 21. September legten Kollegen der Autoindustrie vor: 175.000 sagten beim branchenweiten Aktions- und Streiktag NEIN zu Arbeitsplatzvernichtung, Steigerung der Ausbeutung, Angriffe auf die Rente und Lohnverzicht. Am 26. September kamen erneut 175.000 aus allen Gewerkschaften zum DGB-Aktionstag gegen sozialen Kahlschlag, Aufrüstung und Umweltzerstörung. Viele sagten: Ein guter Auftakt! Die Gewerkschaften lernen wieder zu kämpfen.
Das ist nötiger denn je: Die Kündigung der Tarifverträge durch den VW-Vorstand am 30. September war eine Kriegserklärung an Belegschaft und IG Metall. Das liegt ganz auf der Linie des Kapitalistenverbands BDI einer härteren Gangart. Sie fordern rücksichtslose Durchsetzung der Angriffe auf unsere Arbeits- und Lebensbedingungen. Die Lebenslüge der „Sozialpartnerschaft“ ist am Ende – immer mehr ist heute vom Klassenkampf die Rede. Zurecht!
Um unsere erkämpften Errungenschaften zu verteidigen, um unsere Klasseninteressen und Forderungen durchzusetzen, gehen wir in die Offensive:
Machen wir die Gewerkschaften zu Kampforganisationen! In den Tarifrunden bei Metall & Elektro, bei VW und in der Stahlindustrie volle Durchsetzung der gewerkschaftlichen Kampfkraft. Keine Verhandlungsrunde ohne Kampfaktionen. Vorbereitung und Einleitung von Urabstimmungen und gemeinsame gewerkschaftlichen Tarifstreiks. Für weitere, massenhafte Kampf- und Streiktage.
Die bedeutendsten Streiks der letzten Jahrzehnte waren selbständige, unbefristete Streiks: Rheinhausen, Bergbau, Opel Bochum! Torblockaden, Werksbesetzungen, Demonstrationen – das ist die Sprache, die unsere Gegner verstehen. Für ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht.
Wir Arbeiterinnen und Arbeiter schaffen alle Werte – wir haben nichts abzugeben, wo die Kapitalisten sich immer mehr bereichern! Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz und gegen jede Werkschließung. Die Angriffe auf unsere Löhne, Arbeitszeiten, Renten und sozialen Errungenschaften müssen allesamt vom Tisch. Stattdessen Umstellung auf umweltschonender Produktionsverfahren und Schaffung neuer Arbeitsplätze im Umweltschutz., Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden in der Woche bei vollem Lohnausgleich
In den Marken getrennt, im Kampf vereint – Arbeitereinheit ist stärker als Spaltung und Hetze! Wir sind eine Arbeiterklasse, egal in welchem Konzern und Land. Jung und Alt gemeinsam. Keinen Spielraum für Standortspaltung. Vor allem: Keinen Fußbreit den Faschisten der AfD, die den Kapitalisten die Drecksarbeit abnehmen.
Für eine gesellschaftliche Perspektive ohne Ausbeutung und Unterdrückung! Gib Antikommunismus keine Chance. Dass der Kapitalismus keine Zukunft bietet, verstehen heute immer mehr Menschen. Das schließt positive Visionen und die Offenheit für eine breite gesellschaftliche Diskussion über gesellschaftliche Alternativen wie den Sozialismus ein!
Initiator: Markus Stockert, IG Metall-Betriebsrat bei tkse in Duisburg und Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnis
Erstunterzeichner melden sich bitte bei steelworkers@mail.de